E-Commerce / Lesezeit: ca. 3 Min.

Content Day für Onlineshops: Viele Produkte, ein sinnvoller Drehplan

Ein Content Day für einen Onlineshop bündelt Aufnahmen, die ähnliche Vorbereitung und Technik benötigen. Er wird nicht dadurch effizient, dass möglichst viele Produkte auf einer Liste stehen. Entscheidend ist, welche fertigen Inhalte aus den Aufnahmen entstehen sollen.

Plane daher zuerst die benötigten Anwendungen und erst danach die Reihenfolge am Set.

Eine Produzentin organisiert verschiedene Shopprodukte mit einer Checkliste vor Kamera und Licht.

Produkte nach Aufgaben priorisieren

Welche Produkte brauchen eine bessere Erklärung? Welche stehen vor einem Launch? Wo fehlen passende Anzeigen oder aktuelle Bilder? Diese Fragen helfen, den Tag auf geschäftlich relevante Aufgaben zu konzentrieren.

Eine lange Produktliste ohne Priorität führt dazu, dass wichtige Szenen am Ende unter Zeitdruck entstehen.

Aufnahmen und Ausgaben verbinden

Benötigter InhaltVorzubereitende Aufnahme
ProduktseiteÜbersicht, Details und Anwendung
Kurze AnzeigeKlarer Einstieg und sichtbarer Nutzen
VergleichGleiche Perspektive für relevante Unterschiede
ServiceantwortKonkreter Handgriff oder typische Frage

Erstelle pro Produkt eine überschaubare Aufnahmeliste. Wenn mehrere Produkte denselben Aufbau nutzen können, werden sie nacheinander aufgenommen. Das reduziert Umbauten, ohne die inhaltlichen Unterschiede zu verwischen.

Foto und Video gemeinsam vorbereiten

Beide Gewerke können Ausstattung und Produkte teilen, benötigen aber teilweise andere Licht- und Bewegungsbedingungen. Plane Übergänge bewusst ein. Ein Videodreh liefert nicht automatisch hochwertige Produktfotos in jeder gewünschten Verwendung.

Prüfe Muster, Größen, Verpackung und Vollständigkeit vor dem Drehtag. Eine fehlende Variante lässt sich später nicht immer durch Schnitt ersetzen.

Ein konstruiertes Beispiel

Ein Shop produziert eine Reihe von Haushaltsprodukten. Zuerst entstehen neutrale Detailaufnahmen, anschließend Anwendungen in einer gemeinsamen Umgebung. Für besonders erklärungsbedürftige Produkte werden zusätzliche kurze Antworten aufgenommen. Nicht jedes Produkt erhält zwangsläufig dieselbe Anzahl an Videos.

Nach dem Drehtag braucht es einen Plan

Vereinbare Benennung, Schnittprioritäten und Freigaben. Der Nutzen des Content Days entsteht erst, wenn Material rechtzeitig auf Produktseiten und in Kampagnen eingesetzt wird. Ein voller Speicher ist noch kein fertiger Content-Vorrat.

Eine Aufnahmeplanung mit Prioritäten erstellen

Markiere Pflichtaufnahmen, sinnvolle Ergänzungen und optionale Ideen. Jede Pflichtaufnahme sollte einem geplanten Inhalt zugeordnet sein. So kann das Team bei Verzögerungen entscheiden, ohne die wichtigsten Ergebnisse zu gefährden.

Prüfe vorab, ob Produkte sauber, vollständig und funktionsfähig sind. Lege Ersatz oder Verbrauchsmaterial bereit, wenn eine Anwendung mehrere Takes benötigt. Bei empfindlichen Oberflächen kann schon eine kleine Beschädigung den späteren Schnitt erschweren.

Zum Tagesende wird die Liste mit dem tatsächlich gesicherten Material abgeglichen. Fehlende Pflichtbilder sollten entdeckt werden, solange Produkt und Aufbau noch verfügbar sind. Diese kurze Kontrolle ist wertvoller als die späte Feststellung, dass eine zentrale Anwendung nicht vollständig aufgenommen wurde.

Unter Umsetzung planen wir den Drehtag von den benötigten Ergebnissen aus und berücksichtigen die spätere Verwendung von Anfang an.

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